Coding Katas

Letzte Woche war ich auf der OOP 2011 (Messe für Softwarearchitekten und Entscheider). Dabei habe ich einige sehr Interessante Vorträge gehört.

Einer handelte von Katas.

Der Begriff Kata kommt aus den fernöstliche Kampfkünsten wie z.B. Karate. Es bezeichnet das wiederholte Training einer Aufgabe, um eine schnellere und bessere Lösung zu finden. Beim Coding-Kata lernt man auf diese Weise, besseren und eleganteren Code zu entwickeln und neue Lösungswege auszuprobieren. Wie beim Karate lernt man nicht nur durch eigenes Üben, sondern auch durch Zusehen und Diskutieren. Nachdem die Coding-Katas bereits vor mehreren Jahren durch Dave Thomas (Pragmatic Programmer) erstmals bekannt gemacht wurden, werden sie zur Zeit von vielen neu entdeckt (z.B. durch Andreas). Das grundsätzliche Vorgehen bei Coding-Katas ist einfach: Man…

  • sucht sich eine Aufgabe
  • versucht diese Aufgabe zu lösen (Abbrechen des Versuchs ist durchaus erlaubt)
  • reflektiert über den Versuch
  • wiederholt in den folgenden Tagen die Aufgabe

Die wichtigste Regel einer Coding-Kata ist die Wiederholung. Im Gegensatz zu einer Programmierübungsaufgabe, die man einmal möglichst geschickt löst, wiederholt man in der Kata das Lösen mit gewissen Variationen und lernt so bessere Wege besser kennen. Dabei ist es auch durchaus sinnvoll mal eine andere Programmiersprache zu nutzen.

Falls jetzt also jemand Interesse an Coding-Katas bekommen hat, sind hier noch ein paar interessante Anlaufpunkte:

Übernachtungsgast

Gestern waren wir mit Freunden und deren Kindern spazieren, als wir spontan entschieden, dass ihre Tochter Nele bei uns schlafen kann. Karolina und Nele kennen sich schon von Geburt an und wir unternehmen recht häufig etwas miteinander. Gesagt getan, Nele blieb hier und nach dem Abendessen, dem gemeinsamen Bad und dem Sandmann ging es ab ins Bett (beide in Karolinas großes Bett). Sie hatten sich im Bett sehr viel zu erzählen (Dank Babyphone gut zu hören *gg). Heute Nachmittag wird Nele dann wieder abgeholt.

Viel interessanter ist es Kira zu beobachten. Die kleine Maus himmelt ihre große Schwester ja ohnehin an, aber zur Zeit rennt sie den beiden Großen permanent hinterher. Wenn Karolina und Nele sich unterhalten, dann kommt von Kira immer ein „JaA“ und sie macht alles was die Großen machen. 😉

Falsche Prinzessin

Karolina hat heute früh fern gesehen und kurz nachdem Kira ebenfalls in die Stube gegangen ist, kommt Karolina zu uns gelaufen.

„Mama, Papa kommt schnell. Kira hat umgedrückt und ich habe gerade ein Märchen geguckt. Jetzt ist da auch ein Märchen, aber das ist keine richtiges. Da ist eine Prinzessin, die ist keine richtige Prinzessin – die hat ja nicht mal eine Krone auf!“

(Kira hatte zu „Minna von Barnhelm“ umgeschaltet.)

Ich glaub ich fall vom Glauben ab!

Kira macht zur Zeit viele Veränderungen deutlich! Die Größte ist – neben der Tatsache, dass sie langsam anfängt richtig zu essen – vorhin passiert.

Karolina hat ein wenig Husten und bekommt deswegen Hustensaft. Wenn Kira das Wort Hustensaft bisher nur gehört hat (oder den Namen eines anderen Medikaments) war hier ein riesengroßes Geschrei. Erst wenn sie gehört hatte, dass Karolina das nehmen soll, hat sie sie beruhigt und nur gesagt: „Lina, ja. Lina, ja.“ Doch vorhin war alles anders. Karolina hat ihren Hustensaft genommen und Kira rief nur „Ira auch!“. Skeptisch habe ich ihr etwas auf einen Löffel gemacht im Wissen, dass sie ohnehin anfängt zu weinen und „Nein, nich!“ ruft.

Doch was soll ich sagen? Kira hat den Löffel samt Hustensaft wirklich in den Mund genommen. Anschließend noch ein zweites Mal, um diesen sauber abzulecken. Danach hat sie tatsächlich gesagt: „Nochmaaaaaal!“

Sollte das die Kehrtwendung werden (*schnell auf Holz klopft)? Schließlich bekamen wir bisher keine Medikamente in dieses Kind … selbst Säfte mit einer „Spritze“ wurden wieder hochgewürgt, und Zäpfchen wurden zum Teil wieder herausgedrückt 🙁