Kyrill

Gestern früh habe ich ersteinmal die ganzen leichten und Kleinteile vom Balkon geräumt oder gesichert. Außerdem habe ich mich ab Mittag vergewissert, dass alle Fenster zu sind.

Doch man denkt ja nicht an alles. Als der Sturm losging und die Bäume sich sogar zwischen den Häusern gebogen haben, schauten Karolina und ich das ganz Geschehen in aller Ruhe von der Wohnung aus an. Ab und an ein kurzes Flackern des Wohnzimmerlichtes und der PC, der jedesmal neu hochgefahren ist, beeindruckten mich kein Stück. Als dann jedoch um kurz nach 18 Uhr der Strom ganz ausgefallen ist, war mir schon etwas mulmig im Bauch. Karolina, die auf demselbigen schlief, merkte von all dem nichts. Naja gut – dachte ich mir – ist ja nicht der erste Stromausfall, das Problem wird sicher wieder schnell behoben sein. Also blieb ich mit Karolina liegen und genoss die Ruhe. Doch auch nach einer halben Stunde, hatten wir immer noch keinen Strom. Als Karolina dann wach wurde und etwas irritiert war, begab ich  mich auf die Suche nach Kerzen, welche ich dann in der Stube verteilt habe. Karolina hat dann ihr Abendbrot bekommen (nur gut das ich noch stille, da hat man keine Probleme beim Erwärmen der Mahlzeit ;-)) und dann hieß es wieder abwarten. Da wir kein Brot im Haus hatten und es eigentlich warmgemachte Reste geben sollte, sah es mit meinem Abendessen schlecht aus (aber mal ohne Essen ins Bett gehen schadet mir ja auch nichts ;-)).
Kai hatte gesagt, dass er gegen viertel 7 zu Hause sein wollte und als er nicht kam und ich mir Sorgen machte, versuchte ich ihn anzurufen, doch das Netz war gestört oder überlastet. Irgendwann erreichte er uns dann per Telefon und es stellte sich herraus, dass er zwischen Brandenburg und Magdeburg mit dem Zug feststeckte.
Als sich rausstellte, dass er die Nacht nicht mehr nach Hause kam (Kais Papa hat ihn dann abends noch abgeholt und zu sich mitgenommen), gingen Karolina und ich dann um 20 Uhr schlafen – der Strom war nämlich immer noch nicht da – und was sollte man schließlich anderes machen?

Gegen halb 10 wurde ich durch ein lautes Gebrüll und Gejubele wach – der Strom war wieder da. Doch nun war es auch egal und ich schlief neben der schlafenden Karolina wieder ein.

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